Bundestagswahl 2: Forderungen

Anläßlich der Bundestagswahl, genauer: des beginnenden Wahlkampfes, treffe ich so hier und da auf Diskussionen, welche Forderungen man wohl im Wahlkampf an die Politik stellen sollte.
Schön, diese Form, sich mit der Bundestagswahl zu befassen, bestreike ich gleich auch noch, wo ich schon mal dabei bin.
Wie?
Das ist einfach: ich stelle keine Forderungen auf, beteilige mich nicht an Diskussionen dazu, und wenn ich mit solchen konfrontiert bin, erkläre ich, warum ich nicht teilnehme, und ich erkläre es hier:

Warum keine Forderungen?
Weil diese Forderungen – besonders im Wahlkampf – nicht Handlungen zur Folge haben, sondern das Versprechen eines bestimmten Handelns in der Zukunft, also Wahlversprechen. Der Zweck von Wahlversprechen ist vorrangig, daß die Versprochenen die Versprechenden wählen.
Und jetzt möchte die Politik natürlich gerne von uns wissen, was sie uns versprechen sollen, damit wir sie wählen.
Mir persönlich ist allerdings absolut egal, was sie versprechen. Mich interessiert nur, was sie hinterher tatsächlich machen, und da besteht ja nicht grundsätzlich ein Zusammenhang.

Wenn man „Wahlversprechen“ mal mit „Verarschung“ gleichsetzt, und behauptet, daß das Aufstellen von Forderungen die Erstellung paß- und zielgruppengenauer Wahlversprechen befördert, ergibt sich daraus, daß man sich quasi selbst verarscht, wenn man im Rahmen des Wahlkampfes Forderungen an die Politik stellt.

Und drum mach ich es nicht.

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