Wohnstreik aktuell 7: Sankionen und Klagen

Tja, derzeit bestreike ich ganz aktiv und vorrangig den Umgang des Jobcenters mit mir. Da ich ja im Prinzip wohnungslos bin, besteht anscheinend große Hoffnung, mich ganz aus dem Bezug zu drängen.
Außerdem hält man mich im Jobcenter praktisch für grenzdebil. Man glaubt, daß ich ausschließlich deswegen nicht jedes Stöckchen apportiere, weil ich zu doof bin, zu begreifen, daß sie mich anderenfalls sanktionieren. Andere Gründe können sie sich ü-ber-haupt nicht vorstellen.
Ich spreche hier auch nicht von der mangelnden Phantasie von Einzelpersonen. Eher ist es eine Art strukturelle Ignoranz des ganzen Ladens.
Diesen zu verklagen ist ein Vollzeitjob.
Ich merke erst jetzt, wie perfide es ist, daß ein Widerspruch die Sanktionen nicht aufschiebt. Man hat ja gleichzeitig Fristen einzuhalten, wenn man den Rechtsweg beschreiten will. Die akuten Sanktionen behindern einen dabei ganz gewaltig, besonders, wenn mehrere zusammenkommen.
Ich sehe das auch als einen schweren Verstoß gegen das Rechtstaatsprinzip, ähnlich wie neuerdings bei der Räumung von Wohnungen: Erst sanktionieren bzw. die Wohnung räumen, und hinterher das Gerichtsverfahren.

Wenn wegen Sanktionen der Wohnungsverlust droht, schlägt dieses Prinzip natürlich gleich doppelt zu. Wie soll man es nennen? Prinzip der äußersten Sparsamkeit im Umgang mit dem Rechtsstaat?

Jedenfalls, so sieht der Wohnstreik zur Zeit gerade aus, und wenn ich mit der Bearbeitung von Emails gewaltig im Rückstand bin, so bitte ich um Entschuldigung.

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