Mundtot durch Jobcenter 0: neue Serie

Der Plan, Versuche der Jobcenter zu dokumentieren, Erwerbslose an Veröffentlichungen über ihre Situation und deren Hintergründe zu hindern, existiert schon länger.
Ich dachte dabei eigentlich an solche Fälle, in denen erwerbslose Journalist_innen einen Dukumentarfilm / ein Buch / … über Hartz IV planen, Schritte zur Umsetzung unternehmen, dies an irgendeinem Punkt der Realisierung dem Jobcenter mitteilen und sofort genötigt werden, umgehend unter schärfsten Sanktionsdrohungen in einem Callcenter anzufangen oder erstmal zu lernen, wie man sich überhaupt richtig bewirbt.
Ich dachte an Leute wie Johannes Ponader, die Jobcenter und Hartz IV öffentlich kritisieren und anschließend scheinbar kein Recht auf Sozialdatenschutz mehr haben.
Ich dachte an Amtsschikanen und Medienhetze, und zwar gegen Erwerbslose.

Ich dachte nicht an finstere Drohungen durch Jobcenter-Beschäftigte gegen die eigene bloggende Kollegin Inge Hannemann, oder die kaum verhüllte Gewaltandrohung, die Harald Thomé erhalten hat, weil er auf seiner Internetseite die Telefonnummern von Sachbearbeiter_innen veröffentlicht.

Immerhin: Das Thema Gewalt wird durchaus besprochen. Wenn es um die Aggressivität von Erwerbslosen geht.

Offensichtlich ist es höchste Zeit für diese neue Serie.

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