Wohnungslos durch Jobcenter 16: Mit Hilfe des Sozialgerichts

Auf der Seite gegen-hartz.de ist erstmals detailliert auch die Mitwirkung des zuständigen Sozialgerichtes an der Wohnungslosigkeit eines Erwerbslosen beschrieben.

Angeblich aufgrund eines anonymen Anrufes, den die MitarbeiterInnen des Jobcenters Peine genausogut auch selbst getätigt oder erfunden haben könnten, und bei dem angeblich behauptet wurde, der Erwerbslose wohne im Einzugsbereich des Jobcenters Hildesheim bei seiner Freundin und nicht dort, wo er gemeldet sei, wurde ihm zum wiederholten Mal die Leistung gestrichen, mit der Begründung, das andere Jobcenter sei zuständig.

Schon zweimal vorher hatte das Jobcenter Peine aufgrund derselben Behauptung die Leistung gestrichen und war jedes Mal vom Sozialgericht zurückgepfiffen worden.

Dazu hat das Sozialgericht Braunschweig offensichtlich jetzt keinen Bock mehr. Es hat die Sache ans Sozialgericht Hildesheim überwiesen, welches angeblich zuständig sei. Eine besonders fiese und hinterhältige Art, die Unterstellung des Jobcenters Peine zu bekräftigen.

Der Erwerbslose ist inzwischen neun Monate ohne Geld. Die Krankenversicherung ist weg, und die Wohnung auch bald. Sein Gesundheitszustand wird als „entkräftet“ beschrieben.

Wer noch nie mit einem Jobcenter zu tun hatte, wird sich vielleicht wundern, daß die Leistung überhaupt eingestellt ist, obwohl die Sache noch vor Gericht strittig ist. Zumal der Erwerbslose ja unbestritten „hilfebedürftig“ ist, und in jedem Fall Geld bekommen müßte, ob nun in Peine oder Hildesheim. Das bestreitet offenbar niemand.

Wer schon mal mit dem Jobcenter zu tun hatte, den wundert es weniger.

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