Wohnungslos durch Jobcenter 28

Das Lichtenberger Jobcenter, auch unbeliebt bei Alt und Jung für seine Weigerung, den Eingang von Schriftstücken zu bestätigen, bereitet die Wohnungslosigkeit einer alleinerziehenden Mutter und ihres schwerbehinderten Sohnes vor.

Da kürzlich ein Familienmitglied ausgezogen ist, sollen Mutter und Sohn Mietkosten sparen, indem sie umziehen.
Wäre an sich auch kein Problem. Wenn man dabei nicht auch irgendwohin ziehen müßte.
Ist es schon für jederfrau schwierig, eine Wohnung zu finden, gilt das für Erwerbslose umso mehr, nicht nur wegen hoher Miete, sondern auch wegen der notorisch miesen Zahlungsmoral der Jobcenter, die immer wieder auf die erwerbslosen MieterInnen zurückfällt, und wegen der seit Jahren andauernden Hetzkampagne gegen Erwerbslose, ohne welche die HartzIV-Gesetzgebung von vorneherein gar nicht denkbar gewesen wäre.
So ist das einstmals positive Image von Erwerbslosen am Wohnungsmarkt ruiniert, und viele Wohnungsangebote gelten nicht für Erwerbslose.

Wie die Empfängerin der Kostensenkungsaufforderung auf ihrem Blog mitteilt, kommt in ihrem Fall hinzu, daß ihr autistischer Sohn seine gewohnte Umgebung braucht.

Nun ist eine Kostensenkungsaufforderung noch keine Wohnungslosigkeit.
Sondern der Beginn eines Abwehrkampfes gegen Wohnungslosigkeit.
Dafür drücke ich die Daumen.

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