Wer, ich?

Okay, vielleicht erzähl ich mal was über mich selber.

Das meiste geht Euch gar nix an, aber ein paar Sachen sind viellicht sinnvoll, um diesen Blog und den Wohnstreik besser zu verstehen.

Ich bin seit Mitte 2012 ohne eigene Wohnung.
Schon während ich die Wohnung verloren habe (es dauert ne ganze Weile, bis man wirklich rausgeklagt ist), fand ich es schwer, mich am Wohnungsmarkt zu orientieren.

(Der Wohnungsmarkt war hier in Berlin schon damals völlig am freidrehen und keine geeignete Umgebung für Menschen.)

Die Rolle, in die man als Wohnungslose ganz unmerklich (und oft ohne böse Absicht) gedrängt wird, ist gar nicht hilfreich, um damit fertigzuwerden. Aus heutiger Sicht (Anfang 2016) würde ich dazu einfach „Diskriminierung“ sagen.

Ich hab‘ mir damals für mich die Freiheit genommen, dem ins Auge zu sehen, daß ich vielleicht wohnungslos werde bzw. länger sein werde, egal wie viel ich rödele, um das zu vermeiden.

Man könnte auch formulieren: „…es zu akzeptieren“.

So als wäre damit die Wertung verbunden, daß ich es okay finde, wohnungslos zu sein. Und genau das wird mir aufgrund dessen auch durchgängig unterstellt seitdem.

(Und fürs Protokoll: Es ist immer noch Blödsinn.)

Jedenfalls, das Ergebnis war, daß ich Vieles, was – angeblich – aus der Wohnungslosigkeit führen kann, auch nicht besser finde als diese.

Ich finde also nicht alles gleich okay, sondern alles gleich scheiße, okay?

Daraus habe ich dann irgendwann den Wohnstreik formuliert.

Diese Dinge will ich persönlich nicht tun, ich finde sie auch politisch nicht gut.

Und da es praktisch unmöglich war, diese Dinge im persönlichen Gespräch zu erklären, habe ich diesen Blog gestartet, damit ich sagen kann, was zu sagen ist, ohne daß mir jemand dazwischenquatscht, und unabhängig davon, ob jetzt jemand da ist, der gleich alles versteht was ich sage oder nicht.